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♥ Falling Soul ♥


Leichte Tropfen prasselten vom Himmel herunter und landeten mit leisen Geräuschen auf der Erde… sie blickte hinauf und schloss ihre Augen. So unendlich gut tat das beruhigende Gefühl des Wassers auf ihrer Haut… - so befreiend schien es ihr zu sein. Wenigstens ein kleiner Moment, welcher sie von ihren Ketten löste und ihr einen kurzen Frieden schenkte.


Frieden… so viel steckt hinter diesem Wort und sie vermag nicht einmal mehr daran zu glauben, ihn jemals zu erlangen. Dieses Gefühl war ihr stets verwehrt gewesen… warum wusste sie auch nicht, aber vielleicht war es ihre Schuld gewesen, wie schon so oft.


Ihre Glieder bewegten sich langsam und beständig… sie hatten eine Träge inne, was sie nur langsam vorwärts kommen ließ. Ihr Körper war völlig durchnässt… ihre Haare hingen ihr schlaff herunter und klebten an ihrem Gesicht sowie an ihren Schultern. Doch es machte ihr nichts aus… sie nahm es nicht einmal wahr. Trübe wirkte ihr Blick, welcher sich der Welt entgegen bot – als wäre alles was sie je ausgemacht hatte mit einem Schlag zerstört worden.


Ihre Augen taten ihr weh… schon den ganzen Tag verließen leise und stumme Tränen die so genannten „Fenster der Seelen“. Sie lächelte… es schien als wäre ihre Seele traurig, so unendlich einsam und verlassen. Wenn man doch alles auf einen Knopf abschalten könnte, dachte sie sich. Es missfiel ihr aufzugeben… aber wofür sollte sie kämpfen, wenn sie nichts hatte? Ihre Familie konzentrierte sich nur auf die Arbeit… sie kam stets zu kurz. Freunde hatte sie keine… einsam und verlassen durchstreifte sie die dunklen Pfade ihres Selbst und je mehr sie kennen lernte, desto größer wurde ihr Hass… nicht der Welt gegenüber, sondern gegenüber sich selbst...


Wieder lächelte sie… jedoch so unglaublich traurig, das dieser Anblick sogar eine Statue zum Weinen gebracht hätte.
Der Wind peitschte unaufhörlich durch die Gegend und nahm alles auf seinen Weg, was sich nicht gegen dieses Element behauptete. Das Mädchen stand an einer Klippe… vor ihr erstreckte sich ein weites Tal, voller Schönheit und Vegetation. Auch wenn ihr das Leben so viel genommen hatte… bereut hatte sie es nie.


Sie her… unschuldiger Engel der du in diese Welt geboren wurdest. Einsam und allein soll dein Leben sein… erleide Qualen unschuldiges Kind und ich gebe dir den Frieden, welchen du suchst…


Sie fröstelte… aber sie realisierte es nicht. Ein Gefühl der Ruhe beschlich ihren Körper und die Angst verließ ihr Selbst.


Stets warst du allein… ob Schicksal oder Bestimmung… du hast die Entscheidung schon längst gefällt…


Und im nächsten Moment breitete sie ihre Flügel aus und sprang dem Wind entgegen. Er umschlängelte sie, gab ihr zu verstehen dass sie endlich frei war und er sie mitnehmen durfte.
Eine einzelne Träne verließ ihr Auge und bahnte sich eine feuchte Spur über ihre Wange… ein stilles und sanftes Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen und ein letztes Mal sah sie auf ihre Welt hinunter…


Ich habe gesiegt…

4.7.07 21:00
 


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